Allgemein:
In der Region besteht ein großes Potential an Wasserkraft in Form von kleineren Flüssen und Bächen, aber auch bei Trinkwasseranlagen.
Investitionskosten und vor Allem behördliche Auflagen sind bei Trinkwasseranlagen viel überschaubarer als bei Flüssen und Bächen.
Mehrere Trinkwasserquellen in der Region weisen alte und renovierungsbedürftige Leitungssysteme mit Druckreduzierungssystemen in Form von einfachen Betonschächten auf.
Im Zuge von Sanierngsmaßnahmen bietet es sich oft an, anstelle der Druckreduzierungsanlagen kleine Wasserkraftwerke zu installieren.
In manchen Fällen würde sich auch ohne der anfallenden Sanierungen, eine Investition für ein Trinkwasserkraftwerk auszahlen.
Der Strom wird hauptsächlich für den Eigenbedarf produziert. Für Insellösungen werden besondere Förderungen zur Verfügung gestellt.
Ziele:
Erhöhung der Ökostromproduktion in der KEM Region
Möglicherweise auch durch Bürgerbeteiligung
Schaffen von weiteren Argumenten für Ökotourismus und Bevölkerung
Identifizierung von konkreten Projekten
Das KEM Projekt:
Im ersten Schritt soll durch eine Erhebung, das genaue Potential in den einzelnen Gemeinden erhoben werden.
Es bestehen auch viele private Wassergenossenschaften und Einzelwasseranlagen, die ebenfalls in die Erhebungen mit einbezogen werden.
Nach der Erhebung, sollen Wirtschaftlichkeitsprüfungen mit den einzelnen Betreibern durchgeführt werden.
Sinnvolle Projekte werden danach identifiziert und möglichts gemeinsam umgesetzt, damit Erfahrungen und Kosten optimiert werden können.
Fördermöglichkeiten werden ausgelotet verfolgt.
Musterbeispiel:
Das Kleinstkraftwerk des KEM-Managers:
Um als gutes Beispiel voranzugehen und mit der Möglichkeit ein eigenes Kleinstkraftwerk zu errichten, hat der KEM Manager (Hermann Florian) auf seinem Bergbauernhof die eigene Trinkwasserankage mit einem Generator versehen.
Mehrere Ziele wurden verfolgt:
- "Proof of Concept" dass die Errichtung einer Kleinsttrinkwasseranlage sehr einfach ist.
- Nutzung von möglichst viel erneuerbarer Energie, um einen hohen Autarkiegrad zu erreichen.
- Bestätigung für Interessierte, dass die Errichtung eines Trinkwasserkraftwerkes grundsätzlich nicht kompliziert ist.
- Verwendung von ungenutzten Ressourcen
- Blackoutsicherheit
Gegebene Voraussetzungen:
- Die bestehende ersatzstromfähige PV-Anlage hat einen ungenutzten Eingang und Kapazität für mehr Leistung
- Die Trinkwasseranlage liefert genug Überwasser, dass eine Leistung für theoretisch 1kW Engpassleistung möglich ist – als alleiniges Eigentum
- Ausreichend konstante Schüttung
Eingesetzte Komponenten:
- Ein Generator (3 Phasen Wechselstrom -24V) mit Beltonturbine
- Betonbehälter und verschiedene Kunststoffrohre für Wasserzu- und ableitung
- Transformator mit Gleichrichter zur Anpassung des Generatorausgangs an den PV-Wechselrichter
- Schaltschrank und Messtechnik - (Die automatische Regelung ist aktuell noch nicht fertig)
Der Gesamtkostenaufwand beläuft sich aktuell auf ca. €3000
Bei Interesse für Details und Unterstützung ist Herr Florianb gerne zur Verfügung.